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Der Einbau einer Kronensicherung

Die Kronensicherung

Kronensicherungen haben zwei Hauptaufgaben: Sie sichern Äste und Kronenbereiche vor Bruch und beugen so Sach- und Personenschäden vor. Dabei spricht man von einer dynamischen Kronensicherung, bei der ein gewisser Bewegungsspielraum eingeräumt wird - jedoch eine Überlastungen in der Krone abgefangen wird. Hierbei werden elastischen Seile und Gurte eingesetzt. Von einer statischen Kronensicherung spricht man, wenn Äste und Kronenteile so stabilisiert und fixiert werden, dass diese nicht herunter fallen können. Die verschiedenen Kronensicherungssysteme sind zum Großteil mit Bruchkennfäden ausgestattet, die bei etwa 80 % der maximalen Bruchkraft reißen. Somit kann per Sichtkontrolle eine schnelle Beurteilung über die Wartung und Instandhaltung getroffen werden. Beim Einbau von Kronensicherungs-Systemen sind die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen zu beachten, insbesondere der zuständigen Berufsgenossenschaft.

 

Sie möchten eine Kronensicherung kaufen? Wir zeigen Ihnen die verschiedenen Systeme:

 

Die Kronensicherung mit einem Gurtband

Bei einer Kronensicherung mit Gurtbändern stehen verschiedene Bruchkraftstärken zur Verfügung. Bei der statischen Sicherung kommen Polyestergurte mit 2 – 10 to Bruchkraft zum Einsatz. Bei der dynamischen Sicherung hingegen werden Polyamidgurte mit 4 – 7 to Bruchkraft eingesetzt. Verbunden und gesichert wird das Gurtbandsystem mit Hilfe von verzinkten Spezialschnallen.

Der Einbau 

  1. Die Spezialschnallen auf das Gurtband ziehen.
  2. Das Ende des Gurtbandes um den zu sichernden Ast legen und zur Schnalle zurück führen. (ggf. ein Gewebeschutzschlauch auf das Gurtband ziehen um die Rinde vor Reibung zu schützen)
  3. Eine weitere Spezialschnalle und ggf. Schutzschlauch aufziehen und als eine weitere Schlaufe um den Hauptast zurückführen.
  4. Das lose Ende mit Wachstumszugabe einkürzen und mit Hilfe der Schnalle fixieren. 
  5. Das Gurtband nicht verdreht einbauen, da dieses zur Bruchkraftminderung führen kann.
  6. In regelmäßigen Abständen die Kronensicherung kontrollieren (Sichtkontrolle). Der Bruchkennfanden dient als Hilfsmittel - nicht gerissene Fäden entbinden allerdings nicht von der Kontrollpflicht.

  

Die Kronensicherung mit Hohlseil

Hohlseile werden bei der Kronensicherung als Einkomponentensystem mit Reibeschutzschlauch versehen oder gemeinsam mit Schlaufenbändern eingebaut. Auch hier stehen diverse Bruchkraftstärken von 2 – 10 to und in unterschiedlichen Dehnungen zur Verfügung. Die Dyneema-Seile mit 12 to und 20 to Bruchkraft sind speziell für die statische Sicherung konzipiert. Alle Hohlseile verfügen einen Bruchkennfaden und werden mit Hilfe einer Spleißahle verspleißt (vernäht). Beim Verspleißen der Hohlseile darauf achten, dass keine Fremdkörper ins Innere des Seiles gelangen, da dieses zur Bruchkraftminderung führen kann.

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Der Einbau des Hohlseiles mit Reibeschutz 

  1. Auf das Ende des Hohlseils ein Stück Reibeschutz in der Länge des Astumfanges aufziehen und in einer Schlaufe um den zu sichernden Ast legen.
  2. Mit Hilfe der Spleißahle wird nun das Ende des Hohlseiles mit sich selbst verspleißt. Dabei wird das Seilende über eine bestimmte Länge durch den Hohlraum des Seils zurückgezogen.
  3. Durch die Belastung zieht sich der Hohlraum zusammen und das im Inneren befindliche Seilende wird festgehalten. So erhält die Kronensicherung Ihre nötige Festigkeit.
  4. Das Hohlseil nun zum Hauptast zurück führen und mit ausreichender Längenzugabe einkürzen.
  5. Einen weiteren Reibeschutz in der Länge des Astumfanges auf das Seil ziehen und das Ende des Hohlseils mit der Spleißahle verspleißen.
  6. In regelmäßigen Abständen die Kronensicherung kontrollieren (Sichtkontrolle). Der Bruchkennfanden dient als Hilfsmittel - nicht gerissene Fäden entbinden allerdings nicht von der Kontrollpflicht.

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 Der Einbau des Hohlseiles mit Schlaufenbändern 

  1. Das Schlaufenband um den zu sichernden Ast legen, die Schlaufen am Ende zusammen fassen und hierdurch ein Hohlseil fädeln.
  2. Mit Hilfe der Spleißahle wird nun das Ende des Hohlseiles mit sich selbst verflochten. Dabei wird das Seilende über eine bestimmte Länge durch den Hohlraum des Seils zurückgezogen. Durch die Belastung zieht sich der Hohlraum zusammen und das im Inneren befindliche Seilende wird festgehalten. So erhält die Kronensicherung Ihre nötige Festigkeit.
  3. Das Hohlseil zum Hauptast zurück führen und mit ausreichender Längenzugabe einkürzen.
  4. Nun wird um den Hauptast ein weiteres Schlaufenband gelegt, die Schlaufen am Ende zusammengefasst und hierdurch das andere Ende des Hohlseils gefädelt.
  5. Das Ende des Hohlseils mit der Spleißahle verspleißen.
  6. In regelmäßigen Abständen die Kronensicherung kontrollieren (Sichtkontrolle). Der Bruchkennfanden dient als Hilfsmittel - nicht gerissene Fäden entbinden allerdings nicht von der Kontrollpflicht.

Sollten einmal die Schlaufenbänder oder der Reibeschutz an zu glatten Rindenoberflächen abrutschen, können diese mit dafür eigens vorgesehenen Zurrgurten gesichert werden. Dafür wird der Zurrgurt einfach mit durch den Reibeschutz oder das Schlafenband gefädelt und fest gezogen.

Zurgurt

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