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Pilze verantwortungsvoll sammeln!

Pilze verantwortungsvoll sammeln!

Das feuchte Herbstwetter und die überdurchschnittlich warmen Novembertemperaturen lassen in unseren heimischen Wäldern wieder unzählige Pilze sprießen. Das Pilzsammeln gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Doch Experten warnen davor, sich auf Smartphone-Apps zu verlassen. Keiner App ist es derzeit möglich, alle Merkmale von Giftpilzen mit einzubeziehen. Bestimmte Merkmale können allein durch den Reifegrad des Pilzes hervortreten oder ganz ausbleiben. Stattdessen können bei Lehrwanderungen, Pilzkursen oder Pilzausstellungen Grundwissen aufgebaut und vertieft werden. Fortgeschrittene Pilzkenner können dann aber mithilfe einer Pilz-App ihre eigenen Erfahrungen kombinieren und sich so der Bestimmung eines Pilzfundes annähern. Zudem werden durch Bücher und Apps das vorhandene Wissen vertieft und die Artenkenntnis weiter ausgedehnt. Denn jeder Speisepilz hat einen vermeidlich giftigen Doppelgänger, wie etwa beim Champignon und dem Knollenblätterpilz. Das Gift der Pilze, das ihnen als Fraßschutz dient, stoppt bei Menschen unter anderem die Synthese von Eiweiß in der Leber. Durchfall, Erbrechen und Bewusstlosigkeit sind meist die ersten Erscheinungen einer Pilzvergiftung. Nach einer vorübergehenden, trügerrischen Phase mit Besserungserscheinungen droht meist ein akutes Leberversagen.

Sammeln Sie daher bitte nur Pilze, wenn Sie über ausreichende Kenntnisse von Pilzgattung-und Bestimmung verfügen.

Grundregeln für verantwortungsvolles sammeln:

  1. Grundsätzlich nimmt das Pilzmyzel im Boden keinen Schaden durch das Absammeln des Fruchtkörpers. Ob abgeschnitten oder herausgedreht ist nicht ausschlaggebend. Wichtig ist jedoch die Pilze vorsichtig zu entnehmen, damit die Stielbasis für die Bestimmung unbeschädigt bleibt.
  2. Pilze grob putzen oder die schleimige Huthaut entfernen, bevor sie in den Korb gelegt werden.
  3. Sammeln Sie nur gesunde und frische Pilze. Zu große oder alte Exemplare haben meist schon an Geschmack eingebüst. Zudem sind alte Pilze eine wertvolle Sporenquelle für die nächsten Generationen.
  4. Ähnlich verhält es sich mit ganz kleinen Pilzen: Bei ihnen sind wichtige Bestimmungsmerkmale noch nicht ausgebildet. Diesen einfach noch etwas Zeit geben.
  5. Auch für Pilze gelten Naturschutzregeln. Einige Arten wie Steinpilze, Rotkappen und Pfifferlinge stehen unter Naturschutz und dürfen nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden. Die Menge von ca. 1-2 kg pro Sammler und Tag gelten hierbei als Richtlinie.
  6. In Übung bleiben, denn auch Wissen kann einrosten. Nehmen Sie bei Ihren Sammeltouren rund 2-3 Exemplare in unterschiedlichen Entwicklungsstadien mit nach Hause. Dort können Sie diese ganz in Ruhe bestimmen. Aber bitte in einem separaten Korb (von den Speisepilzen getrennt) transportieren. Denn selbst die kleinsten Teile eines Giftpilzes können tödlich sein.
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